Die aktuelle Ausgabe mit Hintergrundberichten, Neuigkeiten, Wissens-
wertes und Gesprächen mit interessanten Persönlichkeiten.
Brunel engagiert sich im Stipendienprogramm der Hochschule Mannheim
Mannheim. Die Wirtschaftskrise ist seit Monaten in aller Munde, das Problem des Fachkräftemangels bereits seit Jahren. Die aktuelle schwierige ökonomische Lage verschärft diesen Mangel, was vor allem für den gut ausgebildeten Ingenieurnachwuchs gilt. Ein Thema, dem sich der Mittelstand der Region Mannheims nun intensiv annimmt: „Trotz oder gerade wegen der schwierigen Rahmenbedingungen ist es genau jetzt wichtig, angehende Ingenieure zu fördern“, erklärt Dirk Lind, Leiter der Brunel Niederlas-sung in Mannheim. „Denn ansonsten werden wir, sobald der Aufschwung kommt, einen noch eklatanteren Mangel an Fachkräften haben.“ Der deutschlandweit tätige Ingenieurdienstleister Brunel GmbH engagiert sich daher seit Beginn des Sommersemesters im „Mannheimer Modell Mittelstands-Stipendien“ der Hochschule Mannheim und unterstützt Studenten mit jeweils 1.000 Euro pro Jahr.
Zwei derzeit von Brunel geförderte Studenten sind Andreas Enns (24) und Johannes Pauken (25). Beide sind wegen des guten Rufs der Hochschule nach Mannheim gekommen und können sich vorstellen, nach ihrem Abschluss in der Region zu bleiben. Andreas Enns, der sein Studium der Elektrotechnik im Fachbereich Automatisierung vor rund zwei Jahren aufgenommen hat, wird voraussichtlich im Sommer 2012 seinen Master machen. Johannes Pauken beendet seinen Masterstudiengang Automatisierungs- und Energiesysteme im kommenden Sommer.
„Die Hochschule hat uns über die Stipendien informiert. Nach weitergehender Recherche habe ich mich schließlich beworben“, erinnert sich Pauken, der sich ebenso wie Enns durch seine guten Studienleistungen für das Stipendium qualifizierte. Die beiden Nachwuchskräfte wurden gezielt von der Brunel Niederlassung ausgewählt: „Ihre Motivation, Qualifikation und beruflichen Ziele haben uns überzeugt“, so Dirk Lind. So sei beispielsweise die Spezialisierung von Johannes Pauken auf Energiesysteme aufgrund der hohen Nachfrage an Fachleuten auf dem Energie- und Kraftwerksmarkt eine kluge Entscheidung: „Themen wie der Energiemix und unsere Energieversorgung sind in aller Munde. Mit dieser Spezialisierung trifft Johannes Pauken genau den Puls der Zeit.“
Zwischen dem Ingenieurdienstleister und den Stipendiaten hat sich bereits ein guter Kontakt entwickelt. „Dieser Austausch ist erklärtes Ziel des Programms“, erläutert Lutz Fischer-Klimaschweski, Leiter des Career Centers der Hochschule Mannheim. „Die aktuell 28 teilnehmenden Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre 'Sichtbarkeit' an der Hochschule zu erhöhen.“ Auf der anderen Seite werden die Leistungen der Studierenden belohnt, indem sie bei der Studienfinanzierung unterstützt werden. Natürlich entstehe durch das Stipendium keine Verpflichtung der Studierenden gegenüber den Unternehmen, so Fischer-Klimaschewski. „Viele nutzen jedoch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, indem sie Praktika absolvieren, zu Unternehmensveranstaltungen wie Mitarbeiterstammtischen gehen oder ihre Abschlussarbeiten im Betrieb schreiben.“ So entstehen schon während des Studiums Netzwerke, auf die die Studenten nach ihrem Abschluss zurückgreifen können. Über 80 Stipendien wurden bereits im Rahmen des Programms von der Hochschule vermittelt, die Resonanz auf Seiten der Studierenden sowie der Unternehmen ist gut. Auch die Brunel GmbH plant für Sommersemester 2010, erneut die Ausbildung zweier Nachwuchsingenieure zu unterstützen.