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Bremen. Vom 31. Juli bis zum 5. August wird am Hockenheimring wieder ordentlich Gas gegeben: Bei der siebten Formula Student Germany (FSG) treten in Baden-Württemberg über 100 Studententeams aus mehr als 20 Ländern in selbst konstruierten Rennwagen gegeneinander an. Über 2.500 Studierende werden zur diesjährigen FSG erwartet. Wieder mit am Start: die Brunel GmbH, die die FSG seit 2006 unterstützt und in diesem Jahr sieben Teams aus Ingolstadt, Kassel, Lindau, Mannheim, München, Rostock und Wolfsburg sponsert. Insgesamt gibt Brunel für die FSG etwa 100.000 Euro aus, die zum einen in die Unterstützung der einzelnen Teams und zum anderen in das Gesamt-Sponsoring des Events am Hockenheimring fließen.
„Die FSG ist sportliches Highlight und Karrieresprungbrett zugleich“, erzählt Markus Ortenburger. Der 24-Jährige war über drei Jahre lang bei municHMotorsport, dem Racing Team der FH München, aktiv. „Die Brunel Niederlassung München bot uns über das finanzielle Sponsoring hinaus die Teilnahme an verschiedenen Schulungen an. Gerade für meine Diplomarbeit war das damals enorm hilfreich“, erinnert sich Ortenburger. Die Zusammenarbeit im Rahmen der FSG ebnete ihm schließlich den Weg in die Berufswelt. Ein Gewinn für beide Seiten: Seit Dezember 2011 ist der Wirtschaftsingenieur für Brunel bei Webasto als Projektleiter für Lokalisierungsaufgaben und Controlling Support in China sowie Standortanalysen in Russland tätig.
Neben dem Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern ermöglicht die FSG angehenden Ingenieuren, ihre Fachkenntnisse unter Beweis zu stellen. Denn bis die einsitzigen Formel-Rennwagen am Hockenheimring starten, ist insbesondere technisches und betriebwirtschaftliches Know-how gefragt. „Zusätzlich zu den Rundenzeiten fließen auch unternehmerische Aspekte wie die Erstellung von Kosten- und Businessplänen sowie das Projektmanagement in die Jurybewertung ein“, erklärt Dr. Ralf Napiwotzki, General Manager der Brunel GmbH, die auch 2012 wieder die ehrenamtliche Jury unterstützt: Im Einzelwettbewerb Businessplan-Präsentation werden die Geschäftsbereichsleiter Kolja Ostrowski und Markus Eckhardt ihre Stimme abgeben, während im Wettbewerb Design die Expertise von Peter Bolz, Leiter von Brunel Car Synergies in Bochum, gefragt ist.
Für den bundesweit tätigen Ingenieurdienstleister wie für andere Unternehmen ist die FSG ein wichtiger Gradmesser für technische Neuentwicklungen: „Ob Verbrennungsmotoren oder alternative Antriebe – was die Studierenden hier entwickeln, zeugt von hoher Innovationskraft und damit großem Potenzial für unseren Ingenieurnachwuchs“, sagt Dr. Napiwotzki. Darüber hinaus schulen die Studenten die für den Beruf so unerlässlichen Soft Skills wie etwa Teamwork und Kommunikationsfähigkeit. Markus Ortenburger kann das nur bestätigen: „Bei der FSG habe ich viel gelernt, denn die Herausforderungen im Job sind ähnlich: Technik und Organisation kombinieren sowie diverse Aufgaben parallel und unter Zeitdruck bewältigen.“ Obwohl er heute nicht mehr aktiv bei der FSG eingebunden ist, gibt er sein Wissen bezüglich Businessplan und Cost Report gern weiter. In seiner Freizeit besucht der Brunel Mitarbeiter regelmäßig sein früheres Team in der Werkstatt: „Um über alte Zeiten zu plaudern. Schließlich hängt noch viel Herzblut an dem ganzen Projekt.“