Mittelstand nutzt Fachkräftepotenzial nicht ausreichend

Brunel präsentiert Studienergebnisse zum Einsatz von Ingenieur- und Personaldienstleistern

Düsseldorf. Mittelständische Unternehmen sind hinsichtlich des Einsatzes von Ingenieur- und Personaldienstleistern noch sehr zögerlich. Zu diesem eindeutigen Resultat kommt eine deutschlandweit angelegte, repräsentative Marktstichprobe, deren Ergebnisse die Brunel GmbH heute in Düsseldorf präsentiert. Zwar hat jedes zweite befragte mittelständische Unternehmen bereits mit externen Dienstleistern zusammengearbeitet – allerdings nur in begrenztem Umfang und in erster Linie zur Überbrückung personeller Engpässe oder zur Bewältigung von Auftragsspitzen.

Die Mittelständler schätzen die Flexibilität und das Know-how von Ingenieur- und Personaldienstleistern“, erklärt Dr. Ralf Napiwotzki, General Manager von Brunel Deutschland. Allerdings würden sie dieses Arbeitsmodell noch nicht in vollem Maße für die Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit nutzen. „Wirtschaftliches Potenzial wird somit verschenkt“, erläutert der promovierte Wirtschaftswissenschaftler. Hintergrund der Studie ist das Anliegen Brunels, die Bedürfnisse aber auch Vorbehalte mittelständischer Unternehmen in Bezug auf externe personelle Unterstützung noch besser kennen zu lernen, „um gemeinsam mit ihnen noch nicht genutzte unternehmerische Möglichkeiten zu ermitteln und zu nutzen.“

Kostenbewusstsein, Know-how-Zugewinn und Wunsch nach Flexibilität

Die von Brunel beauftragte unabhängige Lünendonk GmbH befragte mehr als 130 Unternehmen mit 20 bis 1.000 Mitarbeitern aus technischen Branchen wie Maschinenbau, Elektro- und Energietechnik, Automobilindustrie sowie IT und Telekommunikation. Grundsätzlich, so Dr. Ralf Napiwotzki, sei eine Diskrepanz zu erkennen zwischen Unternehmen, die schon mit Ingenieur- und Personaldienstleistern zusammengearbeitet haben und solchen, die noch keinen externen Partner beauftragten. So zeigt die Untersuchung, dass die Unternehmen ohne Erfahrungen mit Ingenieur- und Personaldienstleistungen hohe Kosten, fehlende interne Betriebskenntnis und mangelnde Identifikation mit dem Kundenunternehmen vermuten.

Ein anderes Bild zeichnen dagegen die Antworten der Unternehmen, die bereits mit einem Dienstleister zusammenarbeiten: „Ihre Erfahrungen widerlegen die genannten vermuteten Nachteile“, fasst Dr. Napiwotzki zusammen. Zwar ist das Kostenbewusstsein auch hier ausgeprägt, im Vordergrund stehen jedoch die Vorteile: Die flexible Bewältigung von Auftragsspitzen sowie das zusätzliche Know-how, das die externen Spezialisten entlang der gesamten Prozesskette in das Unternehmen einbringen.

Ergebnisse decken sich mit den Erfahrungen von Brunel

„Die Ergebnisse der Studie decken sich mit unseren Erfahrungen im gesamten Bundesgebiet“, so der General Manager, „unsere Flexibilität wird geschätzt, ebenso die hohe Qualifikation unserer Spezialisten.“ Allerdings stellen auch die deutschlandweit 33 Brunel Standorte fest, dass die Vorbehalte mittelständischer Unternehmen gegenüber externen Partnern im Vergleich zu Konzernen größer sind. „Ingenieur- und Personaldienstleister sind dort eher als Treiber von Innovationen etabliert und in die strategische Ressourcenplanung eingebunden“, erklärt Dr. Ralf Napiwotzki und betont: „Die Studie fordert uns also zum Handeln auf.“ Noch würde ein Großteil der mittelständischen Unternehmen eher aus personalpolitischen und weniger aus unternehmenspolitischen Gründen auf die ergänzende Unterstützung setzen. „Dabei ist der Mangel an qualifizierten Fachkräften in ganz Deutschland nach wie vor akut“, so Dr. Napiwotzki. „Diese Rückmeldung bekommen wir regelmäßig in Gesprächen mit Unternehmensvertretern.“ Mit einem internationalen Netzwerk verfüge Brunel über eben jene Spezialisten sowie über Erfahrungen im Recruiting: „Die mittelständischen Unternehmen über die Möglichkeiten zur Optimierung ihrer Ressourcenplanung zu informieren, betrachten wir daher als eine bedeutende Aufgabe.“

„Mittelständler sind wichtig für den Standort Deutschland“

Dr. Napiwotzki: „Der wirtschaftliche Erfolg der mittelständischen Unternehmen ist ungemein wichtig – sowohl für einzelne Regionen als auch für den gesamten Standort Deutschland. Sie sind ein wichtiger Arbeitgeber, bilden junge Menschen aus und bieten so berufliche Perspektiven. Darüber hinaus sorgen sie für ein wirtschaftliches Vorankommen und steigern die Bekanntheit der Bundesrepublik über die Landesgrenzen hinaus.“ Angesichts der wachsenden Konkurrenz aus dem Ausland sowie des anhaltenden Fachkräftemangels müssten nun gemeinsam neue Wege beschritten werden. Nach ihren wichtigsten Zielen für die nächsten zwei Jahre befragt, antworteten die meisten Unternehmen: Die eigene Marktposition behaupten, Marktanteile ausbauen und neue Technologien entwickeln. „Und um eben diese Ziele in einer globalisierten, sich zum Teil rasant verändernden Wirtschaft zu erreichen, sind aus unserer Sicht enge Kooperationen und geplante, aber flexible und kreative Arbeitsmodelle grundlegend“, fasst der General Manager von Brunel Deutschland zusammen.

Die Brunel GmbH

Die Brunel GmbH ist ein internationaler Projektpartner für Technik und Management an 33 Standorten in Deutschland. Rund 2.000 hoch qualifizierte Mitarbeiter lösen komplexe Aufgaben entlang der gesamten Prozesskette, von der Entwicklung über Konstruktion, Verifikation, Prototyping und Testing bis hin zum Management Support. Das Leistungsspektrum geht dabei über die rein technische Umsetzung hinaus und umfasst auch Aufgaben im Qualitäts- und Projektmanagement, im Controlling, in der Dokumentation und Tätigkeiten im kaufmännischen, administrativen Bereich. Mit der nötigen Infrastruktur übernimmt Brunel in seinen eigenen Prüf-, Test- und Entwicklungseinrichtungen auch Projekte oder Teilprojekte. Die börsennotierte Muttergesellschaft Brunel International N.V. ist mit mehr als 8.000 Mitarbeitern an 90 Standorten in 34 Ländern aktiv.

Auch 2010 trägt die Brunel GmbH den Titel „Top-Arbeitgeber für Ingenieure“. Diese Auszeichnung wird  jährlich vom international tätigen CRF-Institute verliehen.

Die Lünendonk GmbH

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden „Lünendonk®-Listen und -Studien“ sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm.

© Brunel 08.07.2010
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