Schritt für Schritt

Schritt für Schritt Strom erzeugen

Mittwoch, 21. November 2018

Elektrische Energie aus Sportbekleidung mittels Körperbewegung zu gewinnen, um damit etwa den Puls zu messen – das kann mit Strom erzeugenden Fasern Wirklichkeit werden.

Eine koreanisch-amerikanische Arbeitsgruppe hat einen festen und gleichzeitig elastischen Faden entwickelt, der Batterien in intelligenten T-Shirts ersetzen könnte. Er besteht aus Tausenden versponnenen Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Getränkt in einen leitfähigen Elektrolyten, zum Beispiel eine Kochsalzlösung, werden sie zu einem Superkondensator. Dehnen sich die verdrillten Fasern um bis zu einem Drittel, nähern sich die elektrischen Ladungen des Elektrolyten einander an. Erste Tests belegen eine Leistung von bis zu 250 W pro kg, deutlich mehr als bei bisherigen Stromfasern und ausreichend für den Betrieb von Sensoren oder Leuchtdioden. Eines Tages könnten die Fasern auch als dicke Taue Elektrizität in Meereswellenkraftwerken produzieren. Zunächst gilt es aber, die Fertigungskosten der Kohlenstoff-Nanoröhrchen zu senken.