Schlangenroboter als rettender Helfer

Mittwoch, 11. September 2019

Japan wird überdurchschnittlich oft von Erdbeben erschüttert. Wenig verwunderlich also, dass gerade Forscher der Kyoto University auf den innovativen Einfall eines Schlangenroboters für den Rettungseinsatz nach Katastrophenfällen kamen.

Dieser soll in einsturzgefährdeten Häusern nach Überlebenden suchen und den Rettern einen Überblick über die Notlage verschaffen, ohne dass diese sich selbst gefährden. Die glatte Kunststoffhaut des Roboters wurde mittels 3D-Druck erstellt und verfügt über 36 Gelenke mit einem Bewegungsradius von 180°. Diese sind mit Winkelsensoren ausgestattet, um die Form des Körpers stets justieren zu können. Anhand eines an der Spitze angebrachten Lasersensors erfasst die „Schlange“ beispielsweise den Abstand zwischen einzelnen Sprossen und kann so mühelos Leitern in beliebiger Höhe hinaufklettern. Dabei wird das Gerät von einem Bediener ferngesteuert, der durch Bildübertragung einer ebenfalls am Kopfende angebrachten Kamera unterstützt wird. Durch die schlangenartige Bauweise ist der Roboter besonders flexibel und gelangt auch zwischen engen Türspalten oder Geröll hindurch.

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