Überfordert wegen Berufseinstieg

Berufseinstieg - mit diesen Tipps fällt der Start in den ersten Job leichter

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Die Ausbildung ist abgeschlossen, das Studium absolviert. Jahrelang haben Sie sich als Berufseinsteiger in fachlicher Hinsicht auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Die Motivation ist groß, ebenso die Erwartungshaltung. Und dann das: So gut wie jede Stellenanzeige richtet sich an Bewerber, die bereits über Berufserfahrung verfügen. Das kann frustrieren und demotivieren – es sollte Sie aber keinesfalls abschrecken. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie den Einstieg in den Beruf erfolgreich meistern.

Nicht verunsichern lassen

Selbstverständlich wünscht sich ein Unternehmen erfahrene Mitarbeiter. So ist es nicht verwunderlich, dass in Stellenanzeigen meist mehrere Jahre Berufserfahrung verlangt werden. Formulierungen wie „idealerweise“ oder „wünschenswert“ zeigen aber indirekt, dass diese Voraussetzungen kein Muss sind. Berufseinsteiger sollten sich von den hohen Anforderungen daher nicht verunsichern lassen und ihnen stattdessen mit Selbstbewusstsein begegnen. 

Auch Anfänger haben Erfahrung

Uni-Projekte, ehrenamtliches Engagement oder der erste Studentenjob: All diese Beispiele stellen eine Form von Arbeit dar und können deshalb getrost als Berufserfahrung verbucht werden. Die aus diesen Tätigkeiten gewonnenen Fähig- und Fertigkeiten lassen sich wie Berufserfahrungen auf den ausgeschriebenen Job anwenden und bilden gute Voraussetzungen, um beruflich durchzustarten.

Die Motivation macht's

Auch ohne Berufserfahrung können Bewerber ihr besonderes Interesse an einem bestimmten Unternehmen zeigen. Wie das geht? – Indem sie im Anschreiben einen persönlichen Bezug zur Stelle herstellen und deutlich machen, warum gerade sie die perfekte Wahl für den ausgeschriebenen Job sind. Eine gesunde Portion Selbstbewusstsein und die richtige Motivation können den Unterschied bedeuten.

Rakete als Symbol für Karrierestart

Praktikum als Türöffner

Mit einer Festanstellung klappt es bislang nicht? Dann könnte ein Praktikum die vorübergehende Lösung sein. Auch diese Erfahrungen machen sich im Lebenslauf gut und obendrein können die ersten Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern geknüpft werden. Auch wenn es unter Umständen nicht oder nur gering vergütet wird – die gesammelten Erfahrungen sind mit Sicherheit wertvoll!

Selbst aktiv werden

Statt nur auf Stellenanzeigen zu reagieren, kann auch die Initiativbewerbung zum Wunschberuf führen. Denn selbst aktiv zu werden, signalisiert dem Personaler ein besonderes Interesse. Ein weiterer Pluspunkt: Die Bewerbung geht nicht in der Masse der Konkurrenz unter. 

Erfahrene um Rat fragen

Branchenkenntnisse sind wichtig beim Einstieg in den Job. Statt sich diese nur durch Bücher und das Internet anzueignen, sollten Anfänger mit Menschen reden, die bereits in dem Wunschberuf arbeiten: Wie sind sie an die Stelle gekommen, welche Gehaltsvorstellungen sind realistisch und worauf kommt es bei einem möglichen Vorstellungsgespräch an? Tipps aus erster Hand sind Gold wert!

Ab durch das Hintertürchen

Damit eine Bewerbung aufgrund fehlender Erfahrung nicht gleich aussortiert wird, sollten Bewerber versuchen, die Personalabteilung zu umgehen und sich direkt an den Chef wenden. Er ist der Entscheider, er weiß am besten, wen er für sein Unternehmen braucht. 

Arbeitnehmerüberlassung als Karrieresprungbrett

Direkt nach dem Studium in einem Weltkonzern arbeiten oder spannende internationale Projekte begleiten? Das ist die Hoffnung vieler Akademiker, leider sind die Chancen aber eher gering. Hier kann Arbeitnehmerüberlassung die Lösung sein. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Bewerbung ist meist unkompliziert, Berufseinsteiger können ihre ersten Erfahrungen in unterschiedlichen Branchen sammeln und sich ein Netzwerk aufbauen. Und: Nicht selten werden sie bei Eignung von großen Unternehmen fest übernommen.

Absage? Nicht verzagen!

Es hagelt Absagen, die Jobsuche dauert und dauert? Das liegt nicht nur am Arbeitsmarkt oder der Qualifikation, sondern oftmals auch an der Branche: Geisteswissenschaftler müssen länger suchen als Ingenieure oder Naturwissenschaftler. Wie lange es auch dauern mag: Entscheidend ist, sich von negativen Erlebnissen nicht verunsichern zu lassen, und sie stattdessen als wertvolle Erfahrung zu verbuchen. Früher oder später klappt es sicher mit dem Traumjob.

 

Text: Elisabeth Stockinger

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