Work-Life-Balance

Ausbalanciert: Gleichgewicht zwischen Beruf und Freizeit finden

Montag, 2. Dezember 2019

Viele Berufstätige möchten für sich die perfekte Work-Life-Balance erreichen. So war es auch bei Norbert Grottke, Geschäftsbereichsleiter bei der Brunel GmbH. Er hat seinen Weg gefunden, um bestmöglich mit den täglichen To-dos umzugehen und sagt: „Schon ein paar kleine Veränderungen können ausreichen, um die persönliche Work-Life-Balance zu optimieren."

Norbert Grottke
Norbert Grottke

Norbert, was zeichnet eine gute Work-Life-Balance aus?

Das Verständnis hiervon ist sehr individuell. Grundsätzlich sind aus meiner Sicht zwei Dinge entscheidend: Achtsamkeit und Eigenverantwortung. Es ist Aufgabe jedes Einzelnen, auf sich und seinen Umgang mit Job und Freizeit zu achten. Das gilt besonders im Zuge der zunehmenden Digitalisierung, in der der Übergang zwischen Beruf und Privatleben oft fließend ist. Jeder sollte sich selbst fragen: Muss ich wirklich immer erreichbar sein? Bestimmen mein E-Mail-Postfach und mein Handy meinen Alltag oder kann ich diesen vielleicht unabhängig davon planen?

Warum hängen Work-Life-Balance und Zeitmanagement so eng zusammen?

Ein Tag hat 24 Stunden – daran kann auch gutes Zeitmanagement nichts ändern. Plant man jedoch seine To-dos und nutzt die dafür angedachten Zeitfenster bewusst, wird man effizienter und schafft mehr in der vorgegebenen Zeit. Das sorgt für eine bessere Work-Life-Balance, weil man eben nicht nach Feierabend noch an Unerledigtes im Büro denkt oder dies gar abarbeitet.

Kannst Du von persönlichen Erfahrungen berichten: Was hast Du verändert, um Deine Work-Life-Balance zu optimieren?

Zum einen denke ich, dass es wichtig ist, einen Gegenpol zum beruflichen Alltag zu haben, bei dem man abschalten kann. Das kann Sport sein, musizieren, kochen – hier muss jeder schauen, was ihm oder ihr Spaß macht. Ich habe vor zehn Jahren begonnen, zu meditieren. Das hilft mir ungemein dabei, einen klaren Kopf zu bewahren und mich zu fokussieren. Zum anderen ist für mich Struktur und Planung wichtig: Ich blocke mir beispielsweise an jedem Arbeitstag Zeitfenster – für E-Mails, für Telefonate, für Gespräche mit meinen Mitarbeitern – und nutze diese dann ganz bewusst. Zudem erledige ich Aufgaben, die mir weniger Spaß machen, immer direkt, etwa zu Beginn eines Arbeitstages. Das hat etwas Befreiendes und hilft beim Fokussieren auf die weiteren Aufgaben.

Welche Verantwortung tragen Führungskräfte in Zusammenhang mit der Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter?

Was die individuelle Work-Live-Balance angeht, ist aus meiner Sicht jeder selbst für sich verantwortlich. Aufgabe der Führungskräfte ist es hierbei, den aktuellen digitalen Wandel und die damit einhergehenden Veränderungen in der Arbeitswelt zu begleiten. Etwa können Meetings auch via Video-Konferenz abgehalten werden und die Mitarbeiter immer flexibler und unabhängiger von festen Arbeitsplätzen oder auch -zeiten arbeiten. Grundsätzlich bin ich der Überzeugung, dass sich die Produktivität der Mitarbeiter erhöht, wenn sie ihre Arbeit entsprechend ihrer persönlichen Tagesstruktur gestalten können. Hier muss die Führungskraft Vertrauen haben, Erfahrungswerte mit den Mitarbeitern austauschen, aber natürlich trotzdem im Sinne des Projekterfolgs Regeln für die Flexibilität benennen.

Vielen Dank, Norbert!

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