Bewerberauswahl durch Foto

Der erste Eindruck zählt: das perfekte Bewerbunsfoto

Mittwoch, 8. Januar 2020

Ein Bild sagt manchmal mehr als 1.000 Worte – und bekanntlich gibt es für den ersten Eindruck keine zweite Chance. Ein eindrucksvolles Foto im Anschreiben kann daher schon einer der ersten entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Bewerbung sein. Zwar steigt die Anzahl der Unternehmen, die auf Bewerbungsfotos verzichten, dennoch gehört es weiterhin mehrheitlich zum Standard. Wir geben Ihnen Tipps und Grundregeln an die Hand, um Ihrem Lebenslauf ein gutes und vor allem aussagekräftiges Bewerbungsfoto hinzuzufügen.

Ist ein Bewerbungsfoto noch modern oder gilt es schon als antiquiert? Ist es verpflichtend oder mittlerweile eine optionale Ergänzung zum Lebenslauf? Die klare Antwort darauf: Nein, ein Bewerbungsfoto ist seit dem 2006 in Kraft getretenen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – auch Antidiskriminierungsgesetz genannt – nicht mehr Pflichtbestandteil einer Bewerbung. Doch obwohl einige Unternehmen in ihren Stellenausschreibungen explizit darauf verzichten, hat sich an der Praxis wenig geändert. Ein gutes Bewerbungsfoto kann mitunter den Erfolg bei der Suche nach dem Traumjob ausmachen.

Professionelle Bewerbungsfotos mit dem Fotografen

Denn angeblich – das haben Studien ergeben – werden bis zu 50 % der Bewerber aufgrund eines minderwertigen Fotos direkt aussortiert. Ein schlechtes Selbstporträt kann die Chancen auf die Stelle also erheblich mindern – auch wenn die sonstige Qualifikation hervorragend ist. Deshalb: Wer sich für ein Foto entscheidet, sollte auf Qualität achten. Nehmen Sie daher am besten die Arbeit eines professionellen Fotografen in Anspruch. Natürlich können diese mitunter teuer sein. Doch an der Qualität zu sparen, ist der falsche Ansatz. Nur ein professioneller Fotograf kann hochwertige Bilder von Ihnen machen, die Sie im besten Licht präsentieren.

Bewerbungsfoto Header 2
Professionelles Bewerbungsfoto

Das Gesicht sollte dabei gut zu erkennen sein. Optimal sind Porträtaufnahmen, entweder frontal oder im Halbprofil. Der Gesichtsausdruck sollte stets freundlich sein. Ob Sie lächeln oder weniger Zähne zeigen, bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist nur, dass Sie nicht abweisend, sondern einnehmend und sympathisch wirken. Wer nun denkt, seine eigenen Social-Media-Kanäle böten eine ideale Auswahl an tollen Fotos, dem sei gesagt: Selfies, Urlaubsbilder oder Ganzkörperfotos sind auf keinen Fall professionell genug für eine Bewerbung!

Die richtige Kleidung beim Bewerbungsfoto

Neben dem Gesichtsausdruck spielt auch die angemessene Kleidung eine entscheidende Rolle. Bei der Auswahl sollten Sie die anvisierte Stelle beziehungsweise Branche im Hinterkopf haben. Wer sich auf einen Job bewirbt, in dem ein Anzug getragen wird, trägt diesen auch beim Fototermin. Bei Männern gilt in der Regel: dunkle und gedeckte Farben, keine auffälligen Muster. Natürlich geht auch ein helles Hemd – der oberste Knopf sollte stets geschlossen sein. Frauen wählen ebenfalls dezente und keine zu knalligen Farben. Wenig Make-up und kein auffälliger Schmuck – Natürlichkeit lautet die Devise. Auch Piercings sind in der Regel nicht gern gesehen. Insgesamt sollte die Kleidung falten- und fusselfrei sein. Falls Sie sich bei der Kleiderauswahl unsicher sind: Nehmen Sie zum Fototermin mehrere Outfits mit. So können Sie im Nachhinein überlegen, in welcher Kombination Sie sich am wohlsten fühlen.

Eine einheitliche Bildgröße gibt es bei Bewerbungsfotos nicht. Standardformate sind 4,5 x 6 cm, 5 x 7 cm oder 6 x 9 cm. Da die meisten Fotografen die Bilder in digitaler Form aushändigen, lassen sich diese auch ohne Probleme für E-Mail-Bewerbungen verwenden. Am besten eignen sich das jpg- oder auch png-Format. Ob Sie sich für farbige Bilder oder die schwarz-weiße Variante entscheiden, hängt letztlich von Ihrem Geschmack ab. Monochrome Bilder wirken elegant, ebene Gesichter kommen besser zur Geltung. Farbfotos sind hingegen authentischer, können bei falscher Belichtung jedoch unharmonisch wirken. Wer über ausreichendes Budget verfügt, lässt am besten beide Varianten anfertigen und entscheidet sich am Ende für die wirkungsvollere Alternative.

 

 Text: Elisabeth Stockinger

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