Die Vorteile der Initiativbewerbung nutzen

Starten und ans Ziel kommen
Vitamin B, persönliche Empfehlungen und Networking: Laut dem Institut für Arbeitsmarktforschung werden rund 70 % aller Jobs über den so genannten verdeckten Stellenmarkt vergeben. Denn längst nicht jede freie Stelle landet transparent in einer Jobbörse oder wird öffentlich ausgeschrieben. Eine Möglichkeit, einen dieser Jobs zu ergattern, ist die Initiativbewerbung.

Nach der ersten Sichtung beschäftigen sich Arbeitgeber heutzutage nur mit rund 42 Prozent der eingegangenen Bewerbungen anschließend intensiver. Das bedeutet im Umkehrschluss: Mehr als die Hälfte aller Anschreiben wird nur grob überflogen oder direkt aussortiert. Die Initiativbewerbung kann helfen, diesen „Fluch“ zu umgehen. Sie gilt als Königsweg der Bewerbungen und ist ideal für entschlossene Bewerber, die wissen, was sie können und wohin sie ihr beruflicher Weg führen soll. Bei der Initiativbewerbung bemühen Sie sich um eine Stelle, für die es kein offizielles Angebot gibt. Sie reagieren nicht auf eine Anzeige, sondern schicken Ihre Unterlagen ohne vorherige Aufforderung – sozusagen ins Blaue hinein. Dennoch bewerben Sie sich auf einen konkreten Arbeitsplatz oder für einen bestimmten Bereich, auch wenn Sie womöglich nicht sicher sind, ob überhaupt eine Stelle vakant ist. Ihr Hauptanliegen ist, Zugang zu einem bestimmten Unternehmen zu bekommen und dabei Ihr Leistungs- und Kompetenzprofil zu präsentieren.

 

Möglichst viele Informationen über das Unternehmen einholen

Das Wichtigste vorab: Informieren Sie sich eingehend über Ihr Wunschunternehmen. Wie ist es aufgestellt, welche Visionen und Ziele verfolgt es? Nicht nur auf der firmeneigenen Webseite, sondern nutzen Sie darüber hinaus das Internet und ergänzen Sie Ihre Recherche durch Printmedien und Pressemeldungen. Idealerweise besuchen Sie zusätzlich Job- und Fachmessen, auf denen sich die Firma präsentiert. Prüfen Sie zudem die Branche und die Wettbewerber: Welche Herausforderungen wird die Zukunft bringen, wohin entwickelt sich der Markt? Optimal ist es, wenn Sie anschließend einen direkten Ansprechpartner recherchieren, dem Sie Ihre Bewerbungsunterlagen schicken. Die vorherige telefonische Kontaktaufnahme kann mitunter ebenfalls sinnvoll sein. So können erste Fragen und Anliegen ohne großen Aufwand geklärt werden. Und: Sie haben schon einmal Ihren Namen hinterlassen, der dem Personaler beim Eingang Ihrer Unterlagen möglicherweise bekannt vorkommt.

Frau recherchiert für Initiativbewerbung

Mit authentischen Bewerbungsunterlagen Eindruck machen

Der größte Vorteil der Initiativbewerbung liegt auf der Hand: Es gibt keine Mitbewerber. Im Gegenteil: Sie kommt überraschend, geht nicht in einer Flut von Anschreiben unter und ist womöglich die Einzige, die auf dem Tisch liegt. Auf diese Weise zeigen Sie dem potenziellen Chef, dass Sie Ihre Karriere nicht dem Zufall überlassen, sondern Ihre Zukunft aktiv gestalten möchten. Sie können zeigen, wer Sie sind und was Sie können – und warum Sie der Firma Mehrwert bringen. Dafür ist ganz wichtig: Verwenden Sie für Ihre Bewerbung kein Muster und keine Vorlagen. Dies ist schon bei einer „normalen“ Bewerbung der schlechtere Weg. Werden Sie kreativ! Orientieren Sie sich beispielsweise am Corporate Design, den Farben, der Schrift und der Tonalität des Unternehmens. Bleiben Sie dennoch stets authentisch, übertreiben Sie nicht. Eine persönliche Note sollte immer zu erkennen sein.

 

Kurz- oder mittelfristig zum Traumjob gelangen

Ein weiterer Pluspunkt der Initiativbewerbung ist die Langzeitwirkung: Natürlich ist es möglich, dass aktuell kein Job frei ist. Viele Unternehmen haben allerdings Datenbanken, in denen sie die Unterlagen ablegen und sich potenziell geeignete Kandidaten für später merken. Wenn Sie es schaffen, das Unternehmen von sich zu überzeugen, können Sie daher über zwei Wege zum Erfolg gelangen: Entweder Sie bekommen direkt eine Rückmeldung und werden zum Vorstellungsgespräch eingeladen oder sie bekommen erstmal nur ein positives Feedback und werden bei einer passenden Gelegenheit zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal kontaktiert. In beiden Fällen haben Sie den ersten Schritt auf dem Weg zum Traumjob gemacht.

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