Networking on- und offline: Türöffner für die Karriere

Netzwerken prägt unseren Alltag – ob wir die Familie besuchen, uns mit den Nachbarn austauschen oder Freunde treffen. Diese zwischenmenschlichen Beziehungen sind elementare Voraussetzungen, um als Mensch gesellschaftlich glücklich und erfolgreich zu sein. Auch im Berufsleben ist das Networking – on- und offline – heutzutage unverzichtbar. Doch worauf kommt es beim Kontakte knüpfen an? Worauf sollten Bewerber achten? Wir geben Tipps, wie Sie Ihre Karriere voranbringen können.

 

Networking bezeichnet den Aufbau und die Pflege des eigenen sozialen Netzwerkes. Ob Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten oder Hilfestellung bei der Jobsuche: Das so genannte Vitamin B kann ein Türöffner für die Karriere sein. Doch bevor Sie loslegen, neue Beziehungen zu knüpfen, gilt es Grundregeln zu beachten:

1. Definieren Sie Ihre Ziele. Was möchten Sie erreichen? Wenn Sie das wissen, können Sie nach Menschen suchen, die ähnliche Ziele verfolgen oder bereits dort angekommen sind, wo Sie hinwollen.

2. Setzen Sie auf Qualität statt auf Quantität: Mit wem Sie sich vernetzen, sollte von Ihren Zielen abhängen und nicht davon, möglichst viele Kontakte zu generieren.

3. Erwarten Sie keine Gegenleistung. Fokussieren Sie sich auf den Wissensaustausch und die beruflichen Gemeinsamkeiten.

4. Haben Sie eine vielversprechende Verbindung hergestellt, pflegen und vertiefen Sie diese Beziehung.

Die Suche nach den passenden Netzwerken

Offline-Networking

Der größte Vorteil des Offline-Networkings ist der persönliche Kontakt. Sie erhalten unmittelbares Feedback und der Austausch hinterlässt beim Gesprächspartner einen nachhaltigen Eindruck. Klassiker sind Marketingclubs, Fachmessen und Branchen-Events. Aber auch Wohltätigkeitsverbände, Sportvereine oder soziales Engagement bieten gute Gelegenheiten, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten. Vielleicht fällt es Ihnen zu Beginn schwer, auf Menschen zuzugehen? Das ist ganz normal! Ein freundliches Auftreten ist aber schon die halbe Miete. Mit der Zeit werden Sie Ihre Nervosität in den Griff bekommen – und auch Small Talk lässt sich trainieren.

Online-Networking über Xing und LinkedIn

Die Vorteile von Online-Netzwerken liegen auf der Hand: Businessplattformen wie Xing und LinkedIn bieten Ihnen vielfältige Suchfunktionen, Kontakte sind schnell auffindbar, eine Nachricht ist mit wenig Aufwand verschickt. Für die Stellensuche ist Xing bestens geeignet, denn Sie können zum Beispiel nach Mitgliedern suchen, die in Ihrem Wunschunternehmen arbeiten. Auf LinkedIn zu Netzwerken bietet sich für Bewerber an, die in einem internationalen Unternehmen tätig sein möchten. Treten Sie den für Sie relevanten Gruppen bei und beteiligen sich an Diskussionen.

Wenn Sie sich entscheiden, bei Xing oder LinkedIn ein Profil anzulegen, ist absolute Professionalität selbstverständlich. Das beginnt mit einem seriösen Profilfoto und endet beim lückenlosen Lebenslauf. Wenn Sie sich mit einem (noch) unbekannten Nutzer verknüpfen wollen, sollten Sie diesem ihre Kontaktanfrage erläutern: Eine unkommentierte Anfrage wird häufig ignoriert. Die Nachricht sollte kurz und höflich formuliert sein. Machen Sie nur Angaben, die der Wahrheit entsprechen.

Online-Networking über Facebook und Twitter 

Im Gegensatz zu den Karriereplattformen stehen auf Facebook private Aktivitäten im Vordergrund. Damit die Kontaktaufnahme dort zum Erfolg führt, achten Sie ebenfalls auf ein seriöses Profil und auf Ihre Beiträge. Beleidigungen, anzügliche Fotos und rechtlich bedenkliche Postings sind No-Gos! Eine gute Möglichkeit der Kontaktaufnahme ist auch hier die Teilnahme an Interessensgruppen. Diese sind oftmals regional oder thematisch ausgerichtet und bieten den Mitgliedern konkrete Schnittstellen. Wie bei Xing und LinkedIn gelten Verhaltensregeln, überlegen Sie sich jeden Kommentar deshalb sehr genau.

Zu guter Letzt die wichtigste Regel des Networkings: Man trifft sich immer zweimal im Leben. Versuchen Sie stets, einen positiven und freundlichen Eindruck zu hinterlassen. Denn möglicherweise ist der Handballtrainer Ihrer Tochter der Chef der Abteilung, in die Sie gerne wechseln wollen.

 

Text: Elisabeth Stockinger