Bewerbungsanschreiben

Bewerbungsanschreiben

Das Bewerbungsanschreiben bildet die erste Seite einer Bewerbung und zielt darauf ab, den Personaler aufgrund von passenden Qualifikationen und beruflicher Erfahrungen davon zu überzeugen, die richtige Besetzung für die Stelle zu sein. Das Anschreiben ist klar vom Motivationsschreiben abzugrenzen, das sich an dritter Stelle hinter dem Lebenslauf in einer Bewerbung befindet und in dem der Bewerber die Möglichkeit hat, seine persönlichen Beweggründe unabhängig von seinen fachlichen Kenntnissen und Erfahrungen darzulegen.

Inhalte im Überblick

Einleitung:

Die Einleitung des Bewerbungsanschreibens dient dazu, die Motivation für die ausgeschriebene Stelle auszudrücken und die eigene fachliche Eignung zu argumentieren. In diesem Zusammenhang kann auf die berufliche Expertise aufmerksam gemacht und ein erster Bezug zum Unternehmen hergestellt werden. Eine individuelle Einleitung sorgt dafür, dass die Bewerbung aus der Masse heraussticht.

Folgende Fragen können dabei helfen, die eigene Motivation herauszustellen:

  1. Was interessiert mich an der ausgeschriebenen Stelle?
  2. Welche Werte des Unternehmens sprechen mich an?
  3. Welche Herausforderungen sind mit der Stelle verbunden?

Hauptteil:

Der Hauptteil des Bewerbungsanschreibens zielt darauf ab, die in der Einleitung angedeutete Motivation mit Hard – und Soft Skills zu untermalen. Hierbei sind ausschließlich die Erfahrungen, Qualifikationen und Erfolge von Bedeutung, die mit Aufgaben und Anforderungen der Stelle in Verbindung stehen. Hinsichtlich der Soft Skills sollte eine ehrliche Selbsteinschätzung Grundlage sein. Die Aneinanderreihung zu vieler Soft Skills machen keinen authentischen Eindruck und schüren Misstrauen bei Personalverantwortlichen.               

Schlussteil:

Im Schlussteil steht der frühestmögliche Eintrittstermin, die Gehaltsvorstellung und die Bitte zur Einladung zum Vorstellungsgespräch.

  • Eintrittstermin: Der frühestmögliche Eintrittstermin sowie die Kündigungsfrist geben dem Personaler eine Idee, wann er mit dem Bewerber rechnen kann.
  • Gehaltsvorstellung: Wird bereits in der Stellenanzeige auf die Angabe der Gehaltsvorstellung hingewiesen, sollte diese im Bewerbungsanschreiben Platz finden. Es wird das Bruttojahresgehalt genannt.
  • Bitte um Einladung zum Vorstellungsgespräch: Zum Schluss eines Bewerbungsanschreibens steht die Bitte um die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Dabei ist eine selbstbewusste Formulierung entscheidend.

    Empfehlung: „Ich freue mich, Sie persönlich in einem Vorstellungsgespräch kennen zu lernen.“
    Darauf sollte verzichtet werden: „Ich würde mich freuen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.“ 

 

Formale Kriterien

 
Kriterien Umsetzung im Bewerbungsanschreiben

Länge

Max. eine DIN A4-Seite.

Layout            

Der Flattersatz ermöglicht einen angenehmen Lesefluss. 

Adresskopf (Absender)

Name und Adresse des Absenders:

  1. Vor- und Nachname des Bewerbers
  2. Vollständige Anschrift
  3. Telefonnummer
  4. E-Mail-Adresse
Adresskopf (Empfänger)           

Name und Adresse des Unternehmens:

  1. Unternehmensname
  2. Ansprechpartner
  3. Vollständige Anschrift  
Datumsangabe        

Aktuelles Datum (rechts eingerückt). Dieses sollte mit allen anderen Bewerbungsunterlagen übereinstimmen. 

Betreff          

Der Betreff sollte den Inhalt des Dokuments in wenigen Worten zusammenfassen und wenn vorhanden, die Referenznummer sowie das Datum und das Medium, im dem die Stellenanzeige veröffentlicht wurde, enthalten.

z.B.
Zeile 1: „Bewerbung als XY“
Zeile 2: „Ihr Stellenangebot bei Stepstone vom 20.07.2019 – Ref.-Nr. 13965“

Anrede           

Wird direkt in der Stellenanzeige ein Ansprechpartner genannt, sollte dieser in der Anrede des Anschreibens Platz finden. Wird kein Ansprechpartner genannt, kann dieser bei Unternehmen telefonisch erfragt werden. Ansonsten empfiehlt sich die Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu verwenden.

Höflichkeitsform          

Ähnlich wie in Geschäftsbriefen wird auch im Bewerbungsanschreiben die Anrede „Sie“ durchgängig großgeschrieben.

Höflichkeitsform          

Seriös: Umgangssprache sollte vermieden werden.

Selbstbewusst: Anstelle von „Ich würde mich freuen, Sie persönlich in einem Vorstellungsgespräch kennenzulernen.“ ist es besser folgende Formulierung zu wählen „Ich freue mich, Sie in einem Vorstellungsgespräch persönlich kennenzulernen.“

Aktiv: Anstelle von „Ich wurde 3 Jahre lang ich der Fertigung eingesetzt.“ klingt folgende Formulierung aktiver: „Ich habe 3 Jahre lang in der Fertigung gearbeitet.“

Abschluss         

Entsprechend der Anrede sollte das Bewerbungsanschreiben formal und höflich abgeschlossen werden. Gängig sind folgende Grußformeln: „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Freundliche Grüße“ (Achtung: Hinter dem Schlussgruß wird kein Komma gesetzt!).

Unterschrift       

Das Bewerbungsanschreiben endet mit der Unterschrift des Bewerbers.