Change Management

Change Management ist ein Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre und beschreibt das Management von Veränderungsprozessen in einer Organisation. Dabei greift es planerisch, organisatorisch sowie prüfend in diese Modifikationen ein und überwacht deren operative Umsetzung und Wirksamkeit. Die Zielsetzung von Change Management ist es, strategische Neuausrichtungen in Betrieben, Konzernen und sonstigen Organisationen zu steuern und diese vom aktuellen in den angestrebten Zustand zu überführen.

Was bedeutet Change Management?

Change Management ist ein Anglizismus und bedeutet auf Deutsch Veränderungsmanagement. Der Begriff beschreibt die Gesamtheit aller planerischen, überwachenden und strategischen Prozesse und Kompetenzen, die an Veränderungsprozessen beteiligt sind. Strategische Neuausrichtungen werden durch Change Management so gestaltet, dass sie am Ende tatsächlich zu einer Verbesserung gegenüber dem Ist-Zustand führen.

 

 

Wann ist Change Management notwendig?

Vereinfacht ausgedrückt ist Change Management immer dann notwendig, wenn der Ist-Zustand einer Organisation nicht mehr dem entspricht, was idealerweise erreichbar wäre. Typische Indikationen sind neue gesetzliche Vorgaben, ausufernde Betriebskosten oder sinkende Verkaufszahlen. Auch marktrelevante Faktoren wie eine veränderte Nachfrage oder die Einführung technischer Innovationen, lassen das Thema Change Management relevant werden. Dasselbe gilt, wenn ein Unternehmen sein Tätigkeitsfeld erweitern möchte, z. B. von national auf international. Wechsel an Konzernspitzen bringen mitunter ebenfalls tiefgreifende Veränderungen mit sich.

 

 

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es für Change Management?

Change Management gewinnt in Zeiten der Energiewende, des demografischen Wandels sowie der Digitalisierung und Globalisierung an Bedeutung. Unternehmen richten ihre Energieversorgung ebenso neu aus wie ihre Produktions- und Vertriebswege. Hieraus ergeben sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, ebenso durch das wachsende Gesundheitsbewusstsein, das sich im Thema Work-Life-Balance äußert. Experten für Change Management arbeiten in politischen und Nicht-Regierungsorganisationen, mittelständischen Unternehmen und international agierenden Großkonzernen.

 

 

Welche Phasen durchläuft Change Management?

Am Beginn steht die Bestandsaufnahme der aktuellen Problemstellungen, die im Anschluss intensiv auf ihre Entstehung hin untersucht werden. In der nächsten Phase entwickelt das Change Management Veränderungsprozesse und definiert Ziele, wie der Zustand verbessert werden kann. Festgelegt werden in diesem Zusammenhang auch der zeitliche und finanzielle Umfang der Neuausrichtung. Der Planung folgt die konkrete Umsetzung, die idealerweise unter höchster sozialer Verträglichkeit abzulaufen hat. Praktischer Bestandteil dieser Phase ist die Umsetzung der innerbetrieblichen Reformen. Durch diverse Prüfinstrumente checkt das Change Management abschließend regelmäßig den Erfolg der strategischen Wandlung.

 

 

Welche Konzepte und Instrumente werden üblicherweise im Change Management verwendet?

Zur Bestandsaufnahme vor Veränderungsprozessen kommen neben intensiven Gesprächen mit der Belegschaft und Unternehmensführung Instrumente wie die Markt- und Konkurrenzanalyse zum Einsatz. Damit wird festgelegt, wie umfassend und in welche Richtung das Change Management betrieben werden muss. Operativ stellt sich eine strategische Neuausrichtung durch Prozessberatungen, Workshops, Coachings und praktische Handlungsanweisungen (z. B. Veränderungen des Angebotes, Neuausrichtung des Produktportfolios etc.) sowie Erstellung von Maßnahmenkatalogen für die Zukunft dar. Um den Erfolg des Change Managements zu prüfen, kommen nach Abschluss der Maßnahmen regelmäßig Mitarbeiterbefragungen, Interviews, Evaluationsbögen und vermehrte betriebswirtschaftliche Zwischenbilanzierungen zum Einsatz.

 

 

Welche Erfolgsfaktoren sind im Change Management von Bedeutung?

Change Management gilt als besonders erfolgreich, wenn es die Organisation zu alten oder bisher noch nicht erreichten Erfolgen führt, ohne dabei in großem Maße sozial unverträglich agiert zu haben (z. B. betriebsbedingte Kündigungen). So ist die größtmögliche Erhaltung der Mitarbeiterschaft ein Erfolgsfaktor von Change Management, ebenso wie bilanzielle Verbesserungen gegenüber dem vorherigen Zustand. Die Einbeziehung aller Mitarbeiter und Kritiker, ein fokussiertes Vorgehen unter Schonung der gewachsenen Unternehmenskultur, gepaart mit der Entwicklung dauerhaft tragfähiger Konzepte sind Erfolgsfaktoren von Change Management.

 

 

Welche Vorteile bietet Change Management?

Rechtzeitig anberaumt, vermag Change Management bislang ungenutztes Potenzial in einer Organisation freizusetzen und diese vor einer negativen Entwicklung durch externe Einflüsse unterschiedlichster Natur zu bewahren. Im Idealfall gelingt es, durch Change Management Arbeitsplätze und Existenzen zu sichern.