Fachinformatiker

Fachinformatiker

Der Beruf des Fachinformatikers ist in den Fachbereichen Informatik und Informationstechnologie angesiedelt und gliedert sich in zwei Aufgabenbereiche. Der Fachinformatiker mit Schwerpunkt Anwendungsentwicklung programmiert Software und entwickelt Benutzeroberflächen. Fachinformatiker, die sich auf die Systemintegration spezialisiert haben, verantworten die Konfiguration und Betreuung von Netzwerken wie zum Beispiel Client-Server-Systeme. Der Fachinformatiker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein.

Aufgaben des Fachinformatikers mit Schwerpunkt Anwendungsentwicklung

Softwareentwicklung: Fachinformatiker in der Anwendungsentwicklung sind für die Entwicklung von Softwarelösungen zuständig. Dabei kann es sich sowohl um die Entwicklung neuer kaufmännischer Programme handeln als auch um Implementierung eines neuen Content Management Systems. Zur erfolgreichen Umsetzung dieser Aufgaben arbeiten Fachinformatiker mit verschiedenen Programmiersprachen wie z.B. PHP, C# oder Java Script.

Testing: Nach Entwicklung der Software verantwortet der Fachinformatiker mit Schwerpunkt Anwendungsentwicklung das Testing. Treten während des Tests Problemfelder auf, passt der Fachinformatiker die Software an.

Schulung der Anwender: Bei der Einführung neuer Software liegt es ebenfalls in der Verantwortung der Fachinformatiker, zukünftige Anwender, z.B. Kunden oder Kollegen, in das neue System einzuführen und diese anzulernen. Je nach Komplexität der Anwendung können die Schulungen unterschiedlich lang andauern. 

Konzepterstellung und Ermittlung von Kostenvoranschlägen: Fachinformatiker, die kundenorientierte Anwendungen erstellen, befassen sich ebenfalls mit der Konzepterstellung und ermitteln Kostenvoranschläge. Hierzu werden Ziele und Anforderungen der Stakeholder definiert, die Projektumgebung analysiert, mögliche Problemfelder offengelegt und der Kostenrahmen abgesteckt.

Aufgaben des Fachinformatikers mit Schwerpunkt Systemintegration

Fachinformatiker mit Schwerpunkt Systemintegration kümmern sich um leistungsfähige und sichere Computernetzwerke in größeren Unternehmen und Betrieben und stellen sicher, dass die Vernetzung von Hard- und Softwareelementen fehlerfrei funktioniert.

Netzwerkadministration: Zu den wesentlichen Tätigkeiten eines Fachinformatikers für Systemintegration gehört es, Hardware zu konfigurieren, kontrollieren und installieren. Hierzu gehört es, sowohl für passendes IT-Equipment zu sorgen als auch Serverräumen und Rechenzentren im Blick zu haben. Darüber hinaus können Systemadministratoren auch für die Implementierung von Software auf Servern zuständig sein.

Datensicherheit: Wenn PC- oder Serverausfälle auftreten oder Maleware identifiziert wird, liegt es in der Verantwortung des Netzwerkadministrators, die Fehlerquellen zu analysieren und zu beheben. Zusätzlich kümmert sich der Netzwerkadministrator um die Datensicherheit und den Schutz vor Cyberattacken.

Mitarbeiter- und Kundensupport: Wird neue Hardware eingeführt, ist der Fachinformatiker für Systemintegration Ansprechpartner und unterstützt bzw. lernt alle neuen Nutzer in den neuen Funktionen der Hardware an.

Betreuung des Telekommunikationsnetzwerks: Eine gute Vernetzung innerhalb des Unternehmens als auch zu Kunden ist in jeder Art von Betrieb entscheidend. Durch die zunehmende Internationalisierung wird dieser Aufgabenbereich in Zukunft einen immer bedeutenderen Teil des Fachinformatikers für Systemintegration einnehmen.

Einsatzgebiete des Fachinformatikers

Fachinformatiker sind überall da gefragt, wo Soft- und Hardware zur Anwendung kommt. Das Haupteinsatzgebiet ist die IT-Branche aber aufgrund der Digitalisierung können heutzutage auch alle anderen Branchen nicht mehr auf ausgebildete Fachinformatiker verzichten. 

Berufsausbildung und Qualifikation

Der übliche Weg, Fachinformatiker zu werden, ist eine 3-jährige Ausbildung. Anwendungsentwickler und Systemintegratoren absolvieren zu Beginn die gleichen Ausbildungsinhalte. Zu einem späteren Zeitpunkt müssen sie sich dann für eine Fachrichtung entscheiden. Alternativ dazu bieten einige Hochschulen in Deutschland die Möglichkeit an, ein duales Studium zu absolvieren. Ein Einstieg als Fachinformatiker ist ebenfalls mit einem Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik möglich.

Zu den zwischenmenschlichen Fähigkeiten, die Fachinformatiker mitbringen sollten, gehören folgende Eigenschaften:

  • Moderationstalent: nach Entwicklung von Soft- und Hardwarekomponenten müssen diese überzeugend innerhalb des eigenen Unternehmens oder vor Kunden präsentiert werden.
  • Empathie: Die Schnittstellen der IT zu anderen Abteilungen und Stakeholdern sind groß. Umso wichtiger ist es, sich als Fachinformatiker in die Bedürfnisse von Kunden und Fachabteilungen hineinversetzen zu können.
  • Kreativität: Damit eine Anwendung besonders intelligent, schnell und den Anforderungen der Stakeholder entsprechend umgesetzt werden kann, braucht es eine kreative Denkweise.
  • Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten: Eine kommunikative und aufgeschlossene Art sowie ein freundlicher Umgang sind insbesondere im Umgang mit Kunden, Voraussetzung für die Umsetzung erfolgreicher Projekte.
  • Systematische, selbständige und sorgfältige Arbeitsweise
  • Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten: Gute Kommunikationsfähigkeiten sowie ein aufgeschlossener und freundlicher Umgang, insbesondere mit Kunden, sind Voraussetzung für die Umsetzung erfolgreicher Projekte.

Weblinks:

IT – Talents: Was macht ein Fachinformatiker https://www.it-talents.de/blog/it-talents/was-macht-eigentlich-ein-fachinformatiker

Ausbildung.de: Ausbildung zum Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung https://www.ausbildung.de/berufe/fachinformatiker-anwendungsentwicklung/