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Hard Skills

Hard Skills sind fachliche Kompetenzen, die im Rahmen der Schul- und Hochschulbildung, der betrieblichen Ausbildung oder in Form von beruflichen Weiterbildungen erworben werden können und im Berufsleben Anwendung finden. Hard Skills unterscheiden sich je nach Branche und Beruf. Der Gegenpart der Hard Skills sind Soft Skills – Schlüsselkompetenzen, die Stärken sowie Schwächen wiederspiegeln.

Die gefragtesten Hard Skills

2017 hat LinkedIn in Zusammenarbeit mit der Bitkom Research GmbH unter 305 Personalentscheidern und Vorständen in Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern eine Studie zu den gefragtesten Hard Skills und Soft Skills durchgeführt. Folgende Hard Skills wurden von den Befragten als die bedeutendsten herausgestellt:

  1. Wissensmanagement: Darunter versteht man den effektiven Umgang mit Wissen und dessen Einsatz in der eigenen Organisation.
  2. Datenanalyse und –interpretationsfähigkeit: Durch die Fülle an Informationen sind wir heutzutage dazu gezwungen zu filtern, zu analysieren und uns jene Informationen herauszusuchen, die uns weiterbringen.
  3. Projektmanagement: Projekte fallen in nahezu jeder Branche an. Um diese zielgerichtet und im Rahmen der verfügbaren Ressourcen durchführen zu können, braucht es Expertise und Erfahrung im Projektmanagement.
  4. Change-Management: Jegliche Unternehmensbereiche sind von Schnelllebigkeit geprägt. Deshalb müssen Fach- und Führungskräfte heutzutage und zukünftig fähig sein, veraltete Strukturen umzubauen und kurzfristig neue Strategien und Prozesse zu entwickeln.
  5. Unternehmensführung: Der Erfolg eines Unternehmens misst sich nicht alleine durch die Entwicklung innovativer Produkte oder Dienstleistungen, sondern ist auch entscheidend von der Führungskompetenz des Unternehmensgründers, einer Abteilungs- oder Teamleitung abhängig. Empathie, Kommunikationsfähigkeit und verschiedene soziale Kompetenzen sind wichtig, um das Potenzial guter Mitarbeiter auszuschöpfen und diese an sich zu binden.
  6. Social-Media-Kenntnisse: Potenzielle Käufer und Kunden sind zunehmend in sozialen Netzwerken anzutreffen. Die Fähigkeit, soziale Medien zu nutzen und über sie zu kommunizieren, wird deshalb immer wichtiger.
  7. Allgemeine Digitalkompetenz: Zur digitalen Kompetenz zählen neben der Datenverarbeitung und –sicherung auch der Umgang mit Kommunikationstools oder Managementsystemen. Digitale Werkzeuge werden je nach Branche, Unternehmen und Berufszweig unterschiedlich eingesetzt.
  8. Verständnis für Programmierung: Die Digitalisierung hat bereits zum jetzigen Zeitpunkt in nahezu alle Branchen Einzug gefunden. Nicht mehr nur Informatiker selbst wenden Programmiersprachen an, sondern auch fachverwandte Profile, wie z.B. Online Marketing Experten oder Ingenieure. Aus diesem Grund kann das Verständnis zu verschiedenen Programmiersprachen ein klarer Pluspunkt bei der Jobsuche darstellen.

 

Die Bedeutung von Hard Skills in der Bewerbung

Bei der Bewerbung um einen neuen Job sind Hard Skills oft Gradmesser dafür, ob zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht. Wer z.B. Wissen in verschiedenen Programmiersprachen hat, wird als IT-Experte wahrgenommen. Solche Bewerber, die mehrere Sprachen sprechen, gelten hingegen als sprachbegabt. Über die berufliche Praxis beweisen Bewerber, dass sie die Hard Skills nicht nur theoretisch beherrschen, sondern auch im beruflichen Alltag anwenden können.

 

An welcher Stelle stehen Hard Skills in der Bewerbung?

Hard Skills können sowohl im Lebenslauf, als auch im Motivations- oder Empfehlungsschreiben eingebaut werden. 

  1. Lebenslauf: Im Lebenslauf können Hard Skills stichpunktartig unter jeder Berufsstation aufgeführt werden. Wenn die Fähigkeiten auf einem bestimmten Fachgebiet sehr ausgeprägt sind, lohnt es sich dafür einen eigenen Abschnitt anzulegen. Das bietet sich z.B. an, wenn Kenntnisse in verschiedenen Programmiersprachen vorhanden sind oder ein Bewerber mehrere Sprachen spricht. 
  2. Motivationsschreiben: Das Motivationsschreiben ist der Teil der Bewerbung, in dem sich der Bewerber mit seinen fachlichen und persönlichen Fähigkeiten für einen Job empfiehlt und seine Motivation für die ausgeschriebene Stelle deutlich macht. Anders als im Lebenslauf müssen die Hard Skills innerhalb des Motivationsschreibens in einen Fließtext eingebunden werden.
  3. Empfehlungsschreiben: Hard Skills können schließlich auch im Empfehlungsschreiben Platz finden. Im Vergleich zum Lebenslauf und zum Motivationsschreiben ist der Inhalt des Empfehlungsschreiben aber abhängig vom nächsthöheren Vorgesetzten und wie dieser die Kenntnisse des Bewerbers bewertet. 

 

Was ist der Unterschied zwischen Hard- und Soft Skills?

Soft Skills sind Schlüsselkompetenzen, die nicht durch eine Ausbildung oder ein Studium erlernbar sind, sondern solche, die sich auf die Persönlichkeit eines Menschen beziehen sowie dessen Eigenschaften, Charakterzüge und Verhaltensweisen. Soft Skills beziehen sich darüber hinaus auf kein bestimmtes Fachgebiet oder eine spezifische Branche, sondern sind berufsübergreifend zu verstehen. Hard Skills hingegen sind fachliche Fähigkeiten, die sich Personen im Rahmen einer Ausbildung, eines Studiums, einer Weiterbildung oder durch Berufserfahrung aneignen.