Probezeit

Probezeit

Die Probezeit wird zu Beginn eines unbefristeten oder befristeten Arbeitsvertrags von Seiten des Arbeitgebers ausgestellt. Sie dient dazu, Arbeitnehmer auf deren Eignung für den Job zu testen und darf nach § 622 Abs. 3 BGB maximal 6 Monate andauern.

Urlaub während der Probezeit

Grundsätzlich steht allen Arbeitnehmern, die in der Probezeit sind, Urlaub zu.

Krankheit in der Probezeit

Werden Arbeitnehmer während der Probezeit krank, bedeutet das nicht gleich eine Kündigung. Zu beachten ist aber, dass das Gehalt erst nach einer Zugehörigkeit von 4 Wochen auch bei Fehltagen weitergezahlt wird. Darüber hinaus gilt, dass die Probezeit sich nicht um die krankheitsbedingten Fehltage verlängert.

Kündigung während der Probezeit

Der Arbeitnehmer genießt in den ersten 6 Monaten des Beschäftigungsverhältnisses keinen besonderen Kündigungsschutz nach Kündigungsschutzgesetz. Innerhalb der Probezeit kann sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Eine Ausnahme können Tarifverträge bilden. Ein Kündigungsgrund muss nicht angegeben werden. Eine Ausnahme gilt bei Schwangeren, die auch während der Probezeit nach § 9 Mutterschutzgesetz (MuSchG) unter einem besonderen Kündigungsschutz stehen. 

Tipps für das Gelingen der Probezeit

  1. Einarbeitungsphase: Zeigen Sie während der Einarbeitungsphase Motivation und gehen Sie aktiv auf Ihre neuen Kollegen zu, wenn Ihnen etwas unklar ist. Gerade zu Beginn bekommen Sie sehr viel neues Wissen mit auf den Weg. Machen Sie sich deshalb ausreichend Notizen.
  2. Organisatorisches: Achten Sie darauf, stets pünktlich zur Arbeit zu kommen. Auch das Outfit spielt hier eine Rolle. Beginnen Sie einen neuen Job in einer Bank, dann sollten Sie sich entsprechend kleiden.
  3. Verhalten: Ein höfliches und offenes Verhalten gegenüber Ihren Kollegen und Vorgesetzten ist selbstverständlich. Darüber hinaus sollten Sie Engagement in einem gesunden Maße zeigen und gerade am Anfang in die Beobachterrolle schlüpfen. Beobachten Sie wie Ihre Kollegen arbeiten und auf was Ihr/e Vorgesetzte/r Wert legt.
  4. Feedback: Gehen Sie mit Ihrem Vorgesetzten und Ihren Kollegen regelmäßig ins Gespräch und lassen Sie sich Feedback geben. So haben Sie Gewissheit darüber, ob Sie den Anforderungen entsprechen und an welchen Stellen Sie gegebenenfalls etwas verbessern sollten.
  5. Integration ins Team: Zeigen Sie sich offen gegenüber Ihren Kollegen und vermitteln Sie Interesse. Durch ein intaktes Netzwerk innerhalb des Unternehmens wissen Sie schnell, wer Ihnen bei Ihren Projekten weiterhelfen kann.

 

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