Soft Skills

Soft Skills

Der Begriff Soft Skills kommt ursprünglich aus dem Englischen und wird frei übersetzt mit „Schlüsselqualifikationen“. Soft Skills beschreiben den Charakter einer Person, dessen Handlungsweisen sowie dessen Umgang mit anderen Personen. Die auch als „weiche Eigenschaften“ bekannten Kompetenzen spiegeln sowohl Schwächen als auch Stärken wieder. Arbeitgeber messen Soft Skills mehr und mehr Bedeutung bei.

Beispiele für Soft Skills

  • Teamfähigkeit: Teamfähigkeit ist eine soziale Kompetenz und bedeutet, dass sich Teammitglieder mit ihren Kompetenzen einbringen und auf Augenhöhe mit anderen Teammitgliedern kommunizieren, eigene konstruktive Vorschläge einbringen und gemeinsame Lösungsstrategien sachlich diskutieren.
  • Kommunikationsfähigkeit: Unter Kommunikationsfähigkeit versteht man, klar und deutlich zu kommunizieren sowie Botschaften, hierzu zählen auch Mimik, Gestik und Körperhaltung, richtig deuten zu können.
  • Konfliktfähigkeit: Interessenskonflikte entstehen nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Kontext. Wer konfliktfähig ist, bleibt bei einem Interessenskonflikt sachlich, hört sich die Argumente des Gegenübers an und versucht gemeinsam eine Lösung oder einen Kompromiss zu finden. Konfliktfähigkeit bedeutet darüber hinaus, ein Gespür für aufkommende Konflikte zu haben und diese vor dem Ausbruch zu entschärfen oder zu unterdrücken.
  • Lösungskompetenz: Digitalisierung und Globalisierung machen die Arbeitsprozesse zunehmend dynamischer. Kurzfristige Strategieänderungen und Projektanpassungen sind deshalb an der Tagesordnung. Wer lösungskompetent agiert, der analysiert Problemfelder, wägt Risiken ab, bleibt optimistisch und findet gemeinsam mit dem Team neue Lösungswege.
  • Flexibilität: Flexible Mitarbeiter sind offen gegenüber Änderungen und versuchen kurzfristig Handlungsalternativen zu erarbeiten.
  • Verhandlungsgeschick: Verhandlungsgeschick beschreibt die Fähigkeit, eigene Interessen und Standpunkte gekonnt artikulieren zu können. Darüber hinaus beschreibt Verhandlungskompetenz die Fähigkeit, Kompromisse zu finden um zu einem für beide Parteien akzeptablen Ergebnis zu kommen.
  • Empathie: Wer empathisch ist, besitzt die Fähigkeit, sich in die Gefühlswelt anderer Menschen hineinzuversetzen. Im Arbeitsalltag haben empathische Menschen einen Vorteil. Sie können Befindlichkeiten und Absichten von Teammitgliedern früh erkennen und darauf entsprechend reagieren.
  • Kritikfähigkeit: Kritikfähige Menschen können Kritik annehmen und akzeptieren, sofern diese berechtigt sind, und Verbesserungen daraus ableiten. Nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Kontext ist diese Fähigkeit wichtig, um sich weiterentwickeln zu können.
  • Strukturierte Arbeitsweise: Zeitdruck ist ein wesentlicher Faktor in der heutigen Arbeitswelt. Umso wichtiger ist es, sich und seine Aufgaben gut zu organisieren sowie Prioritäten zu setzen.

Welche Soft Skills sind wichtig?

Laut einer von LinkedIn und Bitkom Research durchgeführten Studie, werden in den kommenden Jahren funktionsübergreifende Kompetenzen sowie Gesprächs- und Verhandlungsführung immer wichtiger. Welche Soft Skills im Einzelfall wichtig sind, hängt aber auch zu einem gewissen Prozentsatz vom eigenen Beruf ab.

Warum sind Soft Skills im Berufsalltag wichtig?

Anstelle von starren hierarchischen Arbeitsstrukturen werden projektbezogene Arbeitsabläufe immer bedeutender. Veränderungen und neuen Anforderungen muss flexibel begegnet werden. Soziale Kompetenzen wie z.B. Teamgeist, Lösungskompetenz und kreatives Denken sind deshalb unverzichtbar für den Erfolg eines Unternehmens.

Welche Soft Skills sind unter Personalverantwortlichen gefragt?

Welche Soft Skills gefragt sind, ist von Land zu Land unterschiedlich. Laut einer in 2017 durchgeführten länderübergreifenden Analyse von 31 Millionen Stellenanzeigen der Metasuchmaschine Joblift ist in Deutschland Teamgeist besonders gefragt. In Frankreich ist es hingegen Selbständigkeit und in den Niederlanden Anpassungsfähigkeit.

Welche Soft Skills sollte eine Führungskraft haben?

Um gemeinsame Ziele zu erreichen, sollten Führungskräfte kommunikativ und empathisch sein, d.h. Botschaften klar formulieren und die ihrer Mitarbeiter gekonnt interpretieren. Darüber hinaus sollten Führungskräfte motivieren und teamorientiert arbeiten können sowie Durchsetzungsstärke und Organisationfähigkeit beweisen.

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