Unbefristeter Arbeitsvertrag

Unbefristeter Arbeitsvertrag

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag beschreibt einen auf unbestimmte Zeit abgeschlossenen Vertrag zwischen einem Arbeitnehmer und einem Arbeitgeber und bildet die Grundlage des Arbeitsverhältnisses. Darin verpflichtet sich der Arbeitnehmer, die im Arbeitsvertrag festgehaltenen Leistungen und Stunden, abzuarbeiten. Der Arbeitgeber ist im Gegenzug dazu verpflichtet, das im Vertrag festgesetzte Gehalt monatlich zu zahlen. Anders als bei einem befristeten Arbeitsvertrag, gelten bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag mindestens die gesetzlichen oder vereinbarten vertraglichen Kündigungsfristen.

Gesetzliche Kündigungsfristen

Die Kündigungsfristen eines unbefristeten Arbeitsvertrags richten sich nach Paragraph 622 des BGB und unterscheiden sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers:

1– 4 Jahre: 1 Monat Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats

5– 7 Jahre: 2 Monate Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats

8 – 9 Jahre: 3 Monate Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats

10 – 11 Jahre: 4 Monate Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats

12 – 14 Jahre: 5 Monate Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats

15 – 19 Jahre: 6 Monate Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats

Mehr als 20 Jahre: 7 Monate Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats

Eine Ausnahme bildet die außerordentlich (fristlose Kündigung), die die Beendigung des Arbeitsverhältnisses ohne Einhaltung der Kündigungsfristen bei besonders schweren Verfehlungen einer Vertragspartei ermöglicht.

Kündigung in der Probezeit

Innerhalb der vertraglich festgelegten Probezeit, die maximal 6 Monate betragen darf, kann der Arbeitsvertrag sowohl vom Arbeitnehmer als auch vom Arbeitgeber innerhalb von zwei Wochen gekündigt werden.

 

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