Premiere: Driverless-Disziplin bei der Formula Student Germany

Dienstag, 1. August 2017

Team municHMotorsport konstruiert erstmals selbstfahrenden Rennwagen

Autonomes Fahren – ein Trend, der die Automobilindustrie bereits seit einigen Jahren beschäftigt. Nun reagiert auch die Formula Student Germany auf diese Entwicklung: In diesem Jahr können die insgesamt 115 Studententeams mit ihren in Eigenregie konzipierten und gebauten Wagen neben den etablierten Kategorien Combustion (Verbrennungsmotor) und Electric (Elektromotor) erstmals mit einem fahrerlosen Rennwagen teilnehmen. Dieser anspruchsvollen Aufgabe stellt sich beim diesjährigen Konstruktionswettbewerb, der vom 8. bis 13. August am Hockenheimring stattfindet, auch das vom Ingenieurdienstleister Brunel gesponserte Team municHMotorsport: „Wir lieben die fachliche Herausforderung“, erklärt der technische Leiter des Driverless-Projekts, Florian Eich, die Entscheidung für die Teilnahme an der neuen Disziplin. Außerdem sei es für die berufliche Zukunft hilfreich, bereits erste Erfahrungen im autonomen Fahren gesammelt zu haben. „Das wird die Automobilindustrie in den nächsten Jahren maßgeblich beschäftigen“, ist sich der 28-Jährige sicher. Während der Projektablauf zwar wie bisher in einzelne Phasen wie Anforderungsanalyse, Vorentwicklung, Beschaffung und Fertigung sowie Inbetriebnahme, Integration und Tests unterteilt ist, bestehe die tatsächliche Herausforderung in der komplexen Software. „Wir haben hier bei null angefangen, da wir keine Vergleichswerte vorheriger Saisons hatten“, so Eich. In die Entwicklung des fahrerlosen Rennboliden flossen Kenntnisse aus dem Studium, privaten Projekten sowie persönlichen Erfahrungen ein. Auch einige der Hardware-Lieferanten teilten ihr Wissen mit dem Team. Dabei stammen die meisten der integrierten Komponenten aus dem Drohnenbereich. Vieles mussten die Studenten aber erst basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft erarbeiten. Diese Hands-on-Mentalität schätzen die jungen Talente auch an ihrem Sponsoren Brunel: „Als der Niederlassungsleiter aus München, André Franke, und ich vor einigen Jahren die Idee einer Generalprobe für die Prüfungen der FSG entwickelten, verwandelte Brunel in nur einer halben Saison unseren Gedanken in das erste Pretesting-Event. Dieser immens große Einsatz hat uns damals sehr beeindruckt.“


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